Sie waren die Ersten und die Letzten. Nach 13 Jahren Krieg in den afrikanischen Kolonien und der Nelkenrevolution beendete Portugal 1975 als letztes europäisches Land das Kapitel Kolonien. In der Folge kamen 500.000 Menschen aus vielerlei Gründen, größtenteils aus Angola und Mozambique, nach Portugal. Für das kleine Land eine große Gruppe an Menschen, die integriert werden wollten. Ging es am Anfang noch um einfache Bedürfnisse, wie ein Dach über dem Kopf zu organisieren, standen später Fragen der politischen Zugehörigkeit und der Erinnerung an das Erlebte auf der Agenda. Darüber, über weitere Hintergründe und vieles mehr sprechen wir.
Shownotes
Über das Projekt
Retornados
Portugal und Kolonien
Portugiesische Kolonialgeschichte
Karte mit den Kolonien Portugals
Kolonien Portugals in Afrika
Estado Novo
Nelkenrevolution
Movimento das Forças Armadas
Gründe der Migration
Portugiesischer Kolonialkrieg
Autonomie und Unabhängigkeitskampf in Angola
Der Start im neuen Land
Mestize
Auswirkungen auf die Politik
Lusotropikalismus
Erinnerung an die Migration
Ostalgie
Literaturempfehlung
Elizabeth Buettner: Europe after Empire – Decolonization, Society, and Culture, Cambridge 2016.
Gastempfehlung
Susanne Schmidt
Lieber Philipp, herzlichen Dank für diesen schönen Podcast zum postkolonialen Portugal. Als Reiseleiter in Portugal, der selbst schon lange in Portugal lebt, habe ich vor meinem Küchengroßputz gesucht, ob es vernünftige Beiträge zum Thema gibt, auch weil im Portugal des Jahres 2025 Geschichtsrevisionismus und eine erstarkende Neue-Alte-Rechte leider ein großes Thema sind. Es war äußerst spannend, deine unaufdringliche Art der Moderation total angenehm, Christoph ein hervorragender Vortragender. Glückwunsch. Ich suche jetzt noch den versprochenen Paypal-Button heraus und schaue, was ich sonst noch hören mag. (was mir auf die Schnelle gefehlt hat, aber vielleicht habe ich es übersehen: Der Name des Referenten in Schriftform, ein Datum zum Beitrag in Schriftform)