026 – Die Geschichte der SA

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Als Ordnertruppe der NSDAP gegründet, entwickelte sich die später Sturmabteilung, kurz SA, zu einer Schlägertruppe, die in der Weimarer Republik unter anderem Saal- und Straßenschlachten mit Kommunisten und Linken provozierte. Nach der so genannten Machtergreifung gehörten ihr schnell über eine Millionen Männer an. Doch 1934 überschritt die SA vermeintlich ihren Zenit und wurde politisch unbedeutender, existierte aber bis Kriegsende weiter. Über den Aufstieg, Fall und ihr Wirken bis 1945 spreche ich heute mit Daniel Siemens. Weiterlesen

025 – Die Heavy-Metal-Szene in der DDR

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Durch die Radiostationen der Amerikaner und Briten kamen Menschen östlich der Elbe mit Metal in Berührung. Schnell entwickelte sich eine vitale Community, die die raren Platten, Mitschnitte und Informationen austauschte. Wie ebenso oft, wurde auch die Metal-Szene von der Staatssicherheit beäugt. Dazu und über vieles mehr spreche ich mit Nikolai Okunew. Weiterlesen

024 – Das KZ Auschwitz 1942-1945 und die Todesmärsche – Eine Edition

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2018 erschien der 16. und damit letzte Band der Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945“, kurz VEJ. Der Band dokumentiert anhand ausgewählter Quellen die Geschichte des Konzentrationslagers Auschwitz bis zu seiner Räumung sowie die sogenannten Todesmärsche. Darüber, wie dieser Band entstanden ist, wie man die Quellen überhaupt auswählt und wie sie ediert wurden, spreche ich mit Andrea Rudorff, der Bearbeiterin des Bandes. Weiterlesen

023 – Treibhaus Bonn – Die junge parlamentarische Demokratie 1953

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In den Fünfzigerjahren stellte sich in Westdeutschland die Frage, wie man den Nationalsozialismus hinter sich lassen konnte, um in der Demokratie anzukommen. Diese Frage stellte sich auch der Schriftsteller Wolfgang Koeppen, der mit seinem Roman „Das Treibhaus“ 1953 den jungen Parlamentarismus aus der Sicht eines Bundestagsabgeordneten beschrieb. Ich spreche mit Benedikt Wintgens über „Das Treibhaus“, über die Resonanz auf ihn und darüber, wie die westdeutsche Öffentlichkeit den Neubeginn der parlamentarischen Demokratie in Bonn gesehen, reflektiert und diskutiert hat.
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022 – Wehrmacht im Stadtkampf

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Sicherlich kennt man die offene Feldschlacht. Sei es aus der Antike oder in der frühen Neuzeit zu Zeiten Napoleons. Wenn einmal eine Stadt zum Schauplatz eines Krieges wurde, dann wurde sie häufig belagert. Aber wie kämpft man in einer Stadt? Genau darüber spreche ich mit Adrian Wettstein. Denn die Wehrmacht wurde direkt zu Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Thema Stadtkampf konfrontiert. Sicherlich einer der bekanntesten Schauplätze für den Stadtkampf ist Stalingrad. Weiterlesen

021 – Entscheiden und Nichtentscheiden bei Friedrich III.

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Der Kaiser entscheidet, denn er ist die höchste Instanz. Man mag meinen, dass Friedrich III., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches zwei Möglichkeiten hatte über Dinge, die ihm vorgetragen wurden, zu urteilen. Er stimmt zu oder er lehnt ab. Für Friedrich gab es jedoch auch einen dritten Weg. Nämlich den des Nichtentscheidens und darüber spreche ich mit Maximiliane Berger. Denn zwischen einer harten Entscheidung ist viel Raum für Optionen. Weiterlesen

020 – Wasserinfrastruktur und Wasseralltag in Los Angeles 1860 – 1940

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Hinweis: Das war eine trubelige Aufnahme mit kaputtem Aufnahmegerät, vergessener neuen Speicherkarte und einem improvisierten Studio im eigenen Wohnzimmer. Die alte Karte hat leider in den ersten 9 Minuten kleine Sprünge verursacht.

Ich spreche mit Jan Hansen über Wasserinfrastruktur und deren Aneignung in Los Angeles zwischen 1860 und 1940. Heute leben über dreieinhalb Millionen Menschen in der Stadt. 1860 waren es knapp 4.500. Damals wie heute brauchten und brauchen die Menschen frisches Wasser. Aber wie organisiert man sowas und vermittelt den Menschen, dass das Wasser jetzt aus einem Hahn kommt? Darum geht es in dieser Folge. Außerdem sprechen wir über Aufspaltung der Stadt in verschiedene bisweilen ausgeschlossene Bevölkerungsgruppen, die auch heute Los Angeles kennzeichnet.
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019 – Mennoniten, Amische und Hutterer in der Industriegesellschaft der USA, 1865-1970

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Sie stammen aus der mitteleuropäischen Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts. Bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert und nach mehreren Emigrationswellen waren die Täufergemeinden überwiegend in den USA ansässig. Dann kam die Industrialisierung und die Gemeinden mussten darauf reagieren und damit umgehen. Weiterlesen

018 – Der Spitzensteuersatz

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Hinweis: Leider hat die Aufnahme am Anfang ein Paar ungewollte kleine Sprünge, die ich mir auch nicht erklären kann.

Steuern bewegen die Menschen und die Fachleute zugleich seit langer Zeit. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich Fachleute die Köpfe darüber zerbrochen, wie man eine Gesellschaft steuerlich gerecht belasten kann, um den (Wohlfahrts)Staat, Kriege oder das stehende Heer zu finanzieren. Im Fokus stand immer auch die Gruppe der Spitzenverdiener und der Spitzensteuersatz. Jedes Mal brach und bricht sich eine meinungsstarke Debatte Bahn, wenn es darum geht diesen Steuersatz zu erhöhen oder zu senken. Ein Thema also von höchster Aktualität. Ich spreche mit Marc Buggeln über die Geschichte der Steuern, ihren Zweck und natürlich über den Spitzensteuersatz. Weiterlesen

017 – Der (Berliner) Zoo

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Mutmaßlich war jede/r schon irgendwann einmal in einem Zoo. Bei traditionellen deutschen Zoos denkt man vielleicht an Hagenbecks Tierpark in Hamburg oder den Berliner Zoo. Aber wie kam ein Zoo in den zwanziger Jahren an Giraffen und Löwen? Und wie unpolitisch oder politisch konnte ein Zoo in der Monarchie oder im Nationalsozialismus sein? Darüber und über vieles mehr spreche ich heute mit Clemens Maier-Wolthausen. Weiterlesen