018 – Der Spitzensteuersatz

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Hinweis: Leider hat die Aufnahme am Anfang ein Paar ungewollte kleine Sprünge, die ich mir auch nicht erklären kann.

Steuern bewegen die Menschen und die Fachleute zugleich seit langer Zeit. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts haben sich Fachleute die Köpfe darüber zerbrochen, wie man eine Gesellschaft steuerlich gerecht belasten kann, um den (Wohlfahrts)Staat, Kriege oder das stehende Heer zu finanzieren. Im Fokus stand immer auch die Gruppe der Spitzenverdiener und der Spitzensteuersatz. Jedes Mal brach und bricht sich eine meinungsstarke Debatte Bahn, wenn es darum geht diesen Steuersatz zu erhöhen oder zu senken. Ein Thema also von höchster Aktualität. Ich spreche mit Marc Buggeln über die Geschichte der Steuern, ihren Zweck und natürlich über den Spitzensteuersatz. Weiterlesen

017 – Der (Berliner) Zoo

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Mutmaßlich war jede/r schon irgendwann einmal in einem Zoo. Bei traditionellen deutschen Zoos denkt man vielleicht an Hagenbecks Tierpark in Hamburg oder den Berliner Zoo. Aber wie kam ein Zoo in den zwanziger Jahren an Giraffen und Löwen? Und wie unpolitisch oder politisch konnte ein Zoo in der Monarchie oder im Nationalsozialismus sein? Darüber und über vieles mehr spreche ich heute mit Clemens Maier-Wolthausen. Weiterlesen

016 – Der Verlagsberater: Textakquise in Naturwissenschaftsverlagen 1927-1963

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Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Publikationswesen der Naturwissenschaften fest in der Hand von familiengeführten Spezialverlagen. Bis in die 1960er Jahren änderte sich dies grundlegend, jetzt dominierten Verlagskonzerne das Feld. Ein Verlagsberater aus Österreich steht im Fokus dieser Folge. Wir verfolgen ihn und sein Wirken von 1936 bis zu seinem Tod Anfang der sechziger Jahre. Am Endpunkt sind die Weichen für den gegenwärtigen Zustand des naturwissenschaftlichen Publikationswesens größtenteils gestellt. Weiterlesen

015 – Postkoloniales Portugal

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Sie waren die Ersten und die Letzten. Nach 13 Jahren Krieg in den afrikanischen Kolonien und der Nelkenrevolution beendete Portugal 1975 als letztes europäisches Land das Kapitel Kolonien. In der Folge kamen 500.000 Menschen aus vielerlei Gründen, größtenteils aus Angola und Mozambique, nach Portugal. Für das kleine Land eine große Gruppe an Menschen, die integriert werden wollten. Ging es am Anfang noch um einfache Bedürfnisse, wie ein Dach über dem Kopf zu organisieren, standen später Fragen der politischen Zugehörigkeit und der Erinnerung an das Erlebte auf der Agenda. Darüber, über weitere Hintergründe und vieles mehr sprechen wir. Weiterlesen

014 – Völkische Publizisten und Europa 1925 – 1975

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Ich spreche mit Alexander Korb über völkische Publizisten/Intellektuelle und ihre Vorstellungen von einem Europa. Der Personenkreis war Teil der so genannten Kriegsjugendgeneration, die vom Kriegsende 1918 geschockt war und den Versailler Friedensvertrag ablehnte. Darüber hinaus waren sie völkisch oder national gesinnt, hatten aber individuelle Vorlieben für Länder in Europa und vernetzten sich dort. Über ihre Erfahrungen dort und ihre Gesinnung publizierten sie in gedruckter Form. So vernetzten sie sich zu einem Diskurs völkisch-nationaler Publizisten, die über Europa sinnierten. Interessanterweise verstummten sie weder im Nationalsozialismus noch im Nachkriegsdeutschland, sondern passten sich den neuen Gegebenheiten an. Darüber, über ihr Wirken in der Zwischenkriegszeit und vieles mehr unterhalten wir uns. Weiterlesen

013 – Krieg in Nordafrika 1941-1943

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Ich spreche mit Peter Lieb über den Krieg in Nordafrika 1941 – 1943. Der italienische Diktator Mussolini wollte seinem deutschen Counterpart Hitler zeigen, dass auch er erfolgreiche Feldzüge führen kann. Er ließ daher im September 1940 die italienische Armee in Nordafrika aufmarschieren und griff Ägypten an. Nach ersten Erfolgen wendete sich das Blatt. Die Truppen des Commonwealth eroberten nicht nur das besetzte Gebiet wieder zurück und sondern drückten die Italiener weit über ihre Ausgangsstellung hinweg zurück. Es drohte eine Niederlage. In dieser Situation bot Hitler seinem Bundesgenossen Hilfe an und entsandte deutsche Truppen, die nachher unter dem Namen „Deutsches Afrikakorps“ bekannt wurden. Ebenso, wie sein Befehlshaber Erwin Rommel. Wir sprechen über das Pendel der Schlacht, die propagandistische Aufladung eines Nebenkriegsschauplatzes und vieles mehr. Weiterlesen

012 – Robbenjagd im Nordpazifik

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Ich spreche mit Robert Kindler über die Pelztierjagd im Nordpazifik. Präziser gesprochen geht es um die Jagd auf den Nördlichen Seebären. Um 1825 siedelte die Russisch-Amerikanische Kompagnie aleutische Arbeitskräfte zur Pelztierjagd auf den Kommandeurinseln an. In den nächsten Jahren wurden sie bekannt für ihren effizienten Jagdstil auf Robben mit all seinen Schattenseiten. Wir sprechen über das “weiche Gold” und die Menschen, die es haben wollten. Weiterlesen

Ankündigung 001 – Sommerpause

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Hallo zusammen,

im August wird es keine neuen Folgen, sondern eine kurze Sommerpause geben. Ihr könnt euch aber schon auf die Zeit danach freuen. Denn es wird wieder um spannende Themen von interessanten HistorikerInnen gehen. Und wie immer, wenn euch der Podcast gefällt, empfehlt ihn gerne weiter! In diesem Sinne euch allen einen schönen August und auf bald.

Spezialfolge 001

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Heute werde ich einmal interviewt. Es geht um mich und den Podcast.

Shownotes

Meine Forschung
Thema der Bachelorarbeit: „Schild und Schwert der Partei“? – Das MfS von den Fünfzigern bis zum Mauerbau
Thema der Masterarbeit: Giftküche DDR? – Die ostdeutsche Umweltpolitik in den 1980er Jahren – Studien zur Luftreinhaltung

Podcastempfehlungen
Zeitsprung
Das soziologische Kaffeekränzchen

011 – (Importierter) Nationalismus in Flandern

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Ich spreche mit Jakob Müller über ein Thema, das Europa schon seit einiger Zeit wieder beschäftigt, aber gar nicht so neu ist und zwar Nationalismus. Genauer geht es um Belgien und die Entstehung des flämischen Nationalismus zwischen 1914 und 1944.

Die deutsche Besatzungsmacht in Belgien im Ersten Weltkrieg beförderte eine stete Separierung zwischen Flamen und Wallonen und bezog sich damit auf Forderungen der flämischen Bewegung aus dem frühen 19. Jahrhundert. Anfangs setzte sich nur eine kleine Gruppe für den flämischen Nationalismus ein. Im turbulenten Jahr 1917 verändert sich das Klima dann jedoch sehr schnell. Flamen, die eigentlich die Positionen der flämischen Nationalisten kritisch sahen, wurden auf einmal von der frankophilen Bevölkerung als flämische Nationalisten beschimpft und in die entsprechende Schublade gesteckt. Das hatte zur Folge, dass sich die ehemaligen Kritiker mit den flämischen Nationalisten als Leidensgenossen zusammentaten und so die Bewegung schnell vergrößerte. Weiterlesen